Monat: November 2020

Labyrinth zur Krippe

Unser Café ist geschlossen – aber nicht unser Forum. Deshalb haben wir für Sie ein Labyrinth aufgebaut, auf dessen Wegen Sie ab Mittwoch, dem 2. Dezember, nachmittags zwischen 14:00 und 16:00 Uhr Ihr Anliegen persönlich zur Krippe bringen können.

„Leg Dein Anliegen in die Krippe! Deine Sorgen, die Namen von Menschen, die Dir am Herzen liegen….“

„Ich bin bei Dir“

Ab Heiligabend bis zum 6. Januar steht diese Krippe dann in der Basilika St. Clemens.

Es ist auch möglich, Ihr Anliegen in einem Brief Stichwort „Krippe“ per Post an den [ka:punkt], Grupenstraße 8, 30159 Hannover zu senden oder per Mail an: .

Woche der Goldhandys

Wollten Sie nicht schon immer mal drei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Bei der Aktion von missio „Woche der Goldhandys“ ist dies möglich!

Mit der Abgabe eines oder mehrere alten Handys

  1. schützen Sie unsere Umwelt, weil die darin enthaltenen Rohstoffe wiederverwertet werden,
  2. unterstützen Sie kirchliche Projekte in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), die zum Wohl der dort lebenden Menschen beitragen, weil missio für jedes Handy Geld erhält, da die darin enthaltenen Rohstoffe wertvoll sind, und diese Mittel dort einsetzt, und
  3. leisten Sie auch einen Beitrag Hier und Heute die christliche Verkündigung sichtbar zu machen.

Weil die Aktion „Woche der Goldhandys“ im letzten Jahr gute Ergebnisse erzielt hat, führen der Pfarrgemeinderat von St. Heinrich, die Kirchortteams und „Diakonia St. Clemens“ sie in diesem Jahr erneut durch.

Umwelt schützen

Vor fünf Jahren veröffentlichte Papst Franziskus seine Enzyklika „Laudato si“, die auf der ganzen Welt als „Umweltenzyklika“ gewürdigt wird. Im Fünften Kapitel „EINIGE LEITLINIEN FÜR ORIENTIERUNG UND HANDLUNG“ schreibt Papst Franziskus u.a. „Andererseits kann sich das kommunalpolitische Handeln auf die Mäßigung des Konsums ausrichten, auf die Entwicklung einer Entsorgungs- und Wiederverwertungswirtschaft, …“ (Ziffer 180). Ein kleiner Beitrag zu einer solchen „Wiederverwertungswirtschaft“ ist die Woche der Goldhandys. Dabei darf man sicher nicht stehen bleiben, doch jeder Schritt in die richtige Richtung hilft.

Soziales unterstützen

Auch mit dem zweiten Aspekt handeln wir im Geiste von „Laudato si“. Dies unterstreicht auch eine Aussage des Vorsitzenden der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Overbeck, anlässlich des fünften Jahrestages der Veröffentlichung: “Die Enzyklika ist durchdrungen von dem Grundgedanken, dass Ökologie und Soziales zusammengedacht werden müssen: Die Sorge für die Menschen und der Schutz der Ökosysteme sind untrennbar miteinander verbunden.“ (DOMRADIO.DE, 19. Mai 2020) Das Kobalt für Handy-Batterien kommt auch aus Minen der DR Kongo. Ohne dass wir es merken, sind die Schicksale der dort lebenden Menschen von unseren Handlungen abhängig. Mit der Aktionswoche wird ein Beitrag geleistet, um das Soziale dort vor Ort zu verbessern.

Glauben bekennen

„In jedem Fall wird man an die Glaubenden appellieren müssen, in Übereinstimmung mit ihrem Glauben zu leben und ihm nicht mit ihrem Tun zu widersprechen; man wird sie ermahnen müssen, sich wieder der Gnade Gottes zu öffnen und zutiefst aus den eigenen Überzeugungen von Liebe, Gerechtigkeit und Frieden zu schöpfen. Wenn ein falsches Verständnis unserer eigenen Grundsätze uns auch manchmal dazu geführt hat, die schlechte Behandlung der Natur oder die despotische Herrschaft des Menschen über die Schöpfung oder die Kriege, die Ungerechtigkeit und die Gewalt zu rechtfertigen, können wir Glaubenden erkennen, dass wir auf diese Weise dem Schatz an Weisheit, den wir hätten hüten müssen, untreu gewesen sind.“ (Ziffer 200), so drückt es Papst Franziskus in „Laudato si“ aus, wenn er darauf verweist, dass unser tagtägliches Handeln nicht unserem Glauben widersprechen sollte. Auch hier zeigt sich, dass die Aktion ein Beitrag ist, den Glauben in die Tat umzusetzen.

Niedersachsen und die DR Kongo

Die Aktion „Woche der Goldhandys“ trägt auch dazu bei, dass Bewusstsein über die wirtschaftlichen Verflechtungen, in die auch wir eingewoben sind, zu schärfen. Nicht nur Deutschland insgesamt, sondern auch unser Niedersachsen exportiert Produkte nach der DR Kongo und importiert Waren von dort. Auch 2019 gehörte die DR Kongo nicht zu unseren wichtigsten Handelspartnern. Dennoch gehört sie noch zu den Ländern, bei denen Deutschland einen Exportüberschuss hat. Niedersachsen dagegen hat seit 2015 jedes Jahr mehr Geld für Waren aus der DR Kongo aufgewendet als für Exporte eingenommen wurden.

Eine Verbindung mit dem Land haben wir auch über die in Deutschland lebenden Staatsangehörigen sowie allen anderen, deren familiäre Wurzeln in diesem Land liegen. Ende 2019 lebten in Deutschland 8.775 Personen mit dieser Staatsangehörigkeit, davon 255 in Niedersachsen. Mehr als die Hälfte von ihnen (165) lebt länger als 15 Jahre in Deutschland.

Die Aktion konkret

Vom 7. bis 15. November werden in allen drei Kirchen und im [ka:punkt] Aktionsboxen aufgestellt. Dort können die Handys abgegeben werden. Rechtzeitig vorher wird durch Handzettel und Plakate auf die Initiative aufmerksam gemacht. Wir hoffen, auch in auf unserem Pfarrgebiet ansässigen Einrichtungen Aktionsboxen aufstellen zu dürfen. Im letzten Jahr haben dort aufgestellte Boxen erheblich zum Ergebnis beigetragen.

Mit jedem Handy unterstützen wir die Arbeit der missio Projektpartnerin Thérèse Mema in der DR Kongo, die sich in diesem von kriegerischen Auseinandersetzungen zerrissenen Land um vergewaltigte Frauen kümmert, damit sie trotz dieser Gewalttat eine Lebensperspektive erarbeiten.

Partnerschaft – Lassen Sie sich nicht überfluten!

Kennen Sie das? Wie aus dem Nichts wird aus einem Gespräch ein Streit. Ein Wort gibt das andere und am Ende fühlen beide sich schlecht und unverstanden. Wie konnte das passieren? Der amerikanische Paarforscher John Gottmann hat über Jahrzehnte Paare beobachtet und daraus interessante Schlüsse für das Gelingen und das Misslingen von Liebesbeziehungen gezogen. Für ihn ist die Überflutung mit negativen Gefühlen der Hauptgrund, der dazu führt, dass unser Gespräch einen unguten Verlauf nimmt.

Häufig ist es so, dass Streit zumindest bei einem der Partner zu Stress führt, der sich auch körperlich wahrnehmen lässt: Der Herzschlag beschleunigt sich, die Muskelspannung steigt, der Mund wird trocken… – der Körper ist auf eine Kampf- oder Fluchtreaktion programmiert. Die Teile unseres Gehirns, die uns ermöglichen, uns in den anderen hinein zu versetzen, sind lahmgelegt. Der Sinn für Humor geht verloren und die Fähigkeit zuzuhören oder gemeinsam Probleme zu lösen sind ausgeschaltet.

Es gibt Schöneres als Streit

Es gibt Schöneres, als sich über Kleinigkeiten oder Grundsatzfragen aufzuregen. Manchen Paaren dient das Streiten dazu, überhaupt miteinander im Kontakt zu sein und sich die Aufmerksamkeit des anderen zu sichern. Doch die Kollateralschäden sind auf Dauer zerstörerisch.

Vorwurfsvolle Kritik, Rechtfertigung und Gegenangriff, verächtliche Ironie oder Mauern und Rückzug sind für den Paarforscher Gottmann die „apokalyptischen Reiter“, die das drohende Ende einer Beziehung ankündigen. Wenn sie am Horizont auftauchen, ist es höchste Zeit, einen Ausweg aus dem Teufelskreis von Kampf und Rückzug zu suchen.

Aber wie lässt sich die Überflutung mit negativen Gefühlen verhindern?

Zunächst sollten wir uns fragen, ob wir so weitermachen wollen. Wenn wir uns bewusst entscheiden, freundschaftlicher miteinander umzugehen und den anderen nicht als Gegner zu betrachten, stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Fragen Sie sich: Ist der Zeitpunkt günstig, einen Streitpunkt anzusprechen? Finden Sie einen sanften Einstieg! Beginnen Sie nicht mit einem Vorwurf oder einer Kritik, sondern sprechen Sie von sich, von ihren Wünschen und Bedürfnissen. Hören Sie sich gegenseitig zu, ohne schon Gegenargumente zu überlegen oder in Rechtfertigung zu verfallen. Zunächst geht es nur um das Verstehen, nicht um die Problemlösung! Übernehmen Sie Verantwortung für Ihren Beitrag zum Konflikt und akzeptieren und erwidern Sie versöhnliche Zeichen.

Schützen Sie sich vor Überflutung!

Unterbrechen Sie das Gespräch, wenn Sie merken, dass Sie von unangenehmen Gefühlen überflutet werden und machen Sie einen Vorschlag, wann Sie das Gespräch wiederaufnehmen können. Tun Sie bis dahin – für sich oder auch gemeinsam – etwas, das Ihnen hilft sich zu beruhigen und den Stress herunterzufahren.

Es ist nicht einfach, aus verfestigten Streitmustern auszusteigen. Aber es ist möglich!

Falls es Ihnen schwerfällt, finden Sie in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Unterstützung. Wir bieten auch Kommunikationstrainings für Paare an, die sich eine liebevollere Gesprächskultur wünschen.

(Gregor Branahl)