Gegen den Krieg anbeten?

Seit Wochen war es angekündigt. Eine Katastrophe mit Ansage. Es kommen zu sehen und nichts, nichts machen zu können, ist schrecklich. Krieg ist schrecklich, er ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die eigene Ohnmacht aushalten, nicht daran verzweifeln, aber auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und resignieren… Was tun? Kann beten helfen? Die Hände falten, aber dann auch wieder zur Faust ballen zum Protest, sie zur Versöhnung reichen, etwas aufbauen statt zu zerstören. Die Hände öffnen zur Schale, ja, auch mal in den Schoß legen um zur Ruhe zu kommen und Kraft zu sammeln. Und dann wieder aufstehen und NEIN sagen. Wir laden ein zum Gebet für den Frieden. Ob das etwas ändert? Wer weiß. Jeden Tag von 12:00 bis 18:00 Uhr im Raum der Stille. Ein Schweigen. Ein Seufzen. Eine Kerze anzünden. Für den Frieden. Für das Leben. Gegen den Hass. Gegen den Wahnsinn. Weil nichts tun auch nichts bringt.