Kategorie: Aktuelles

Wie ist Jesus weiß geworden? Lesung mit Sarah Vecera

Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus.

Am 1. Juli findet im Forum des [ka:punkt] ein Lesung mit Sarah Vecera statt, in der es um Formen des Rassismus geht, die sich auch in der Kirche finden. 

Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in ihr rassistische Strukturen, die weißen Menschen meistens gar nicht auffallen. Sarah Vecera macht auf diese Strukturen aufmerksam und erklärt, wie jeder und jede etwas dagegen tun kann. So will sie ermutigen, im Sinne des christlichen Glaubens eine Kirche zu gestalten, in der sich jede*r willkommen und angenommen fühlt.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail:  oder telefonisch: 0511 270739-13.
Eintritt auf Spendenbasis.

Sumaya Farhat-Naser: Ein Leben für den Frieden

Perspektiven suchen und Hoffnung schaffen.

Die palästinensische Friedensaktivistin und Autorin Sumaya Farhat-Naser war im [ka:punkt] zu Gast, um über das Leben unter Militärbesatzung und ihre Friedensarbeit sprechen. Die Gäste lauschten gebannt den Schilderungen der Biologieprofessorin und Pädagogin, die sehr lebendig und eindrucksvoll aus ihrem Leben und ihrem Einsatz für Gerrechtigkeit und Verständigung erzählte.
Dabei las sie Abschnitte aus ihrem Buch “Ein Leben für den Frieden”, geriet aber über das Vorlesen immer wieder ins freie Erzählen über, wenn sie über ihre langjährige Erfahrung bei der Vermittlung von Gewaltfreier Kommunikation berichtete. Wie Menschen, v. a. Frauen und Jugendliche, in Seminaren durch individuelle Auseinandersetzung mit Angst und Stress ermutigt werden, ihr Leben – trotz vielfältiger Gewalterfahrung – zu gestalten.
Immer wieder werden dabei gemeinsam Perspektiven gesucht, die Hoffnung
schaffen.

Sumaya Farhat-Naser, geboren 1948 in Birzeit bei Ramallah, im Jahr der israelischen Staatsgründung, wuchs im Westjordanland auf, das seit nunmehr funfundfünfzig Jahren von Israel besetzt gehalten wird.

Die palästinensische Christin besuchte die Internatsschule Talitha Kumi deutscher Diakonissen in Bait Dschala bei Bethlehem. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hamburg Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaften, wobei sie vom Evangelischen Studienwerk Villigst gefördert wurde, und promovierte in angewandter Botanik.

1982 bis 1997 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der palästinensischen Universität Bir Zait. Von 1997 bis 2001 war sie Leiterin des palästinensischen Jerusalem Center for Women, das sich gemeinsam mit der israelischen Gruppierung „Bat Shalom“ für den Frieden engagiert.

Sumaya Farhat-Naser ist bekannt für ihre klaren Meinungsäußerungen gegenüber den Medien und, insbesondere, für ihre verschiedenen Projekte, in denen sie Frauen motiviert, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes herbeizuführen.

Farhat-Naser ist verheiratet und hat drei Kinder.

Sie studierte Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und promovierte in Angewandter Botanik. Ab 1982 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der Universität Birzeit in Palästina. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco.

Seit Jahrzehnten setzt sie sich in Friedensinitiativen und Frauengruppen für Dialog und Gewaltverzicht bei der Lösung des Nahostkonflikts ein. In mittlerweile fünf Büchern und auf zahlreichen Vortragsreisen hat Sumaya Farhat-Naser von ihrer Arbeit und vom Alltag unter Besatzung berichtet.

Ihr Engagement wurde vielfach ausgezeichnet: 1989 erhielt Sumaya Farhat-Naser die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Münster.
1995 wurde sie mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte und 1997 mit dem Evangelischen Buchpreis des Deutschen Verbands Evangelischer Büchereien sowie dem Versöhnungspreis Mount Zion Award in Jerusalem ausgezeichnet. Zudem erhielt sie 2000 den Augsburger Friedenspreis, ihr wurden die Hermann-Kesten-Medaille des P.E.N.-Zentrums Deutschland (2002), der Bremer Solidaritätspreis (2002), der Profaxpreis (2003) und der AMOS-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirchen und Gesellschaft (2011) verliehen. In 2013 wurde die Autobiographie „Thymian und Steine“ als Buch der Stadt Köln ausgezeichnet.

Bücher in deutscher Sprache:

Diese Lesung wird in Zusammenarbeit mit der Palästina-Initiative in der Region Hannover als Einzelveranstaltung im Rahmen der Filistina 2022 veranstaltet.

Dem Leben auf die Spur kommen

Eine Abendreihe zur ignatianischen Spiritualität findet ab Montag, dem 13. Juni, im [ka:punkt] statt.

Die Corona-Pandemie, die drohende Klimakatastrophe, Krieg in der Ukraine… – vielfältige Herausforderungen in unserem Alltag! Finden wir darin uns selbst und Gott?

Die fünfteilige Abendreihe soll helfen, sich miteinander auf Spurensuche begeben, um sich selbst und Gott (neu) zu finden. Dabei sind Grundelemente der ignatianischen Spiritualität, die auf Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuitenordens zurückgeht, leitend.

Persönliche und gemeinschaftliche Gebetsformen, Impulse, Austausch in der Gruppe und Anregungen für den Alltag werden die Gestaltung der Abende prägen.

Themen der Abende:
13.06.2022 Rhythmus – Pause – Atemholen: Tägliche Unterbrechung
20.06.2022 Spurensuche: Gott in meinem Leben
27.06.2022 Gott suchen und finden in allem: Rückblicken auf den Tag
04.07.2022 „Das Brot des Wortes verkosten…“: Anleitung zur Schriftmeditation
11.07.2022 Routenplaner für den Alltag: „Wie geht es jetzt weiter?“

Leitung: Wolfgang Ernst Giese (GCL-Diözesanleitungsteam Hildesheim),
Annette Burchardt (Pastoralreferentin für das Regionaldekanat Hannover)

Die Treffen dauern jeweils von 19:00 – 21:00 Uhr.

Aufgrund von Corona ist die Teilnehmer:innenzahl begrenzt; durchgehende Teilnahme ist gewünscht.

Kosten: 20,00 €; ermäßigt 15,00 €

Informationen und Anmeldungen (bis 02.06.2022): www.kath-kirche-hannover.de/ignatius

Veranstaltet von GCL (Gemeinschaft Christlichen Lebens) und der katholischen Kirche in der Region Hannover.

Bibliolog – Online am 20. Juni

Wohin du gehst, dahin gehe auch ich. (Ruth 1,16)

Bibliolog ist eine frische und lebendige Methode, in die alten Bibeltexte einzutauchen und sie mit der eigenen Lebensgeschichte zu verweben. Jeder Bibliolog ist in sich abgeschlossen und kann einzeln besucht werden.

Passend zum Schwerpunktthema unseres aktuellen Halbjahresprogramms “Gem-Einsamkeit” haben wir einige biblische Texte ausgewählt, die sich mit verschiedenen Aspekten des Alleinseins, der Einsamkeit, aber auch der Zugehörigkeit und der Verbundenheit befassen. An diesem Nachmittag geht es um die Geschichte von Ruth und ihrer Schwiegertochter Noemi.

Leitung: Gregor Branahl, Dipl.-Theologe und Leiter der Lebensberatung. Eintritt frei.

Aufgrund der gute Erfahrungen mit dem Online-Format haben wir uns entschlossen, den “Bibliolog nach Feierabend” auch nach den Lockerungen der Pandemieregeln weiterhin im Internet anzubieten. Bitte melden Sie sich bis spätestens 17. Juni an unter . Sie erhalten dann per Mail Ihre Zugangsdaten für die Online-Platform ZOOM.

Genussradeln geht weiter

Seit März sind wir wieder regelmäßig auf Fahrradtour.

Unsere nächste Tour findet am Freitag, 24. Juni statt. Sie führt uns zu besonderen Gebäuden Hannovers… zu architektonischen Besonderheiten.

Wir starten wie gewohnt am [ka:punkt] in der Grupenstraße 8 um 14 Uhr. Die Streckenlänge beträgt ca. 28 km und kan noch etwas variieren.

Bitte denken Sie auch an genügend Getränke. Wir empfehlen das Tragen eines Fahrradhelms.

Bitte melden Sie sich telefonisch an der Infothek an: Telefon 0511 270 739 0
Tourenleiter: Udo Welke

  • Das Genussradeln findet an jedem 4. Freitag im Monat statt. Start ist jeweils um 14 Uhr am [ka:punkt]. Die durchschnittliche Gesamt-Streckenlänge beträgt etwa 25 bis 35 km, kann aber je nach Kondition der Gruppe auch etwas variieren. Unser Tempo richtet sich nach der/dem gemütlichsten Mitradler*in.
  • Unsere Ziele befinden sich in Hannover und Umgebung. Gelegentlich ist auch mal eine kleine interessante – in der Regel kostenlose – Besichtigung enthalten.
  • Wir radeln bei schönem Wetter. Ist es einmal nass, so erhalten Sie an der Infothek Auskunft, ob die Tour ausfällt.

Ihr flogen die Herzen zu

Im Rahmen einer bunten Feierstunde am vergangenen Freitag wurde Jutta Johannwerner, die langjährige Leiterin des [ka:punkt] aus ihrem aktiven Dienst im Beratungs- und Begegnungszentrum der katholischen Kirche in der City von Hannover verabschiedet. Aufgrund der Pandemie konnte nur ein kleiner Kreis von geladenen Gästen teilnehmen – aber “die da sind, sind die Richtigen”, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den stellvertretenden Leiter Gregor Branahl begrüßt: Wegbegleiter, Mitarbeitende, Vertreter*innen des Bistums Hildesheim und Kooperationspartner*innen, aber auch die Familie der Pastoralreferentin waren versammelt. In einer Andacht zu Beginn der Abschiedsfeier blickte Propst Dr. Christian Wirtz auf die 13 Jahre, die Frau Johannwerner im [ka:punkt] mitgearbeitet hat, zurück, davon neun als Leiterin. In Anspielung auf die Worte Jesu: “Sorgt euch nicht!” meinte der Regionaldechant: “Eigentlich passen diese Worte gar nicht zu Ihnen. Denn Sie haben sich durchaus gesorgt!” Ob Kulturangebote, Citypastoral, der Dialog mit der Stadtgesellschaft oder die Weiterentwicklung der Beratungsangebote: Sie habe sich für den [ka:punkt], für seine Mitarbeitenden und seine Nutzerinnen und Nutzer eingesetzt. Und sie habe dafür gesorgt, dass der [ka:punkt] als ein starkes Stück Kirche in Hannover und darüber hinaus ein Begriff geworden sei. In ihrem Abschiedsgedicht betonte eine Vertreterin der Ehrenamtlichen, dass der Theologin und Gesprächstherapeutin aufgrund ihrer liebevollen Art die Herzen aller Menschen zugeflogen seien – worauf ein Regen roter Konfettiherzen auf sie niederging. Und da viele, die bei der offiziellen Verabschiedung nicht dabei sein konnten, es sich nehmen lassen wollten, persönlich Abschied zu nehmen, gab es im Anschluss noch einen Flashmob in der Grupenstraße, bei dem zahlreiche Mitarbeitende noch ein Abschiedsständchen sangen und Blumen überreichten. Umrahmt wurde die Feier, die sich bei herrlichem Frühlingswetter zu einem kleinen Straßenfest ausweitete, durch Musik des Jazzduos Blue Moon und die Violin Guys. Die Nachfolge in der Leitung des [ka:punkt] steht noch nicht fest, aber man hofft, dass die Stelle bald wieder besetzt wird.

Quälender Abstand: Einsamkeit

Am Mittwoch, 25.05., findet ab 17.00 Uhr eine Fortbildung für Berater*innen, Angehörige von Gesundheitsberufen, Ehrenamtliche im caritativen und diakonischen Bereich und alle Interessierten zu einem drängenden gesellschaftlichen Thema statt:
Quälender Abstand: Einsamkeit – eine entscheidende Herausforderung
Über Einsamkeit klagen derzeit in Deutschland ungefähr zehn Millionen Menschen.
Einsamkeit ist genauso schädlich wie der Konsum von 15 Zigaretten täglich oder wie Alkoholkonsum. Sie ist schädlicher als fehlende Bewegung. Unumstritten ist, dass sich Einsamkeit als großer Stressor langfristig negativ auf die seelische und
körperliche Gesundheit auswirkt. Die Ursachen für Einsamkeit sind vielfältig:
Armut, Alter, Flucht und Migration, Krankheit, die Organisation der Arbeitswelt und
nicht zuletzt die Corona-Pandemie.
Der Dürener Pädagoge und Sachbuchautor Thomas Hax-Schoppenhorst wird in seinem Fachvortrag mit anschließender Diskussion die Herausforderungen der Einsamkeit an die Gesellschaft und an die psychosoziale Landschaft im Besonderen darstellen und dabei aufzeigen, wie in einem verändernden/bewältigenden Sinne mit diesem Phänomen umgegangen werden kann.
Eingeladen sind besonders auch Mitarbeitende in Beratungsstellen, Ehe-/Familien- und Lebensberater*innen und Angehörige von Gesundheitsberufen.

Eintritt 5,- €
Anmeldung bis zum 20.05.2022
Telefon 0511 270 739-0 oder

Foto: MHA/D. Hax-Schoppenhorst

Thomas Hax-Schoppenhorst ist Sachbuchautor und Pädagoge. Er verfasste drei Kinderbücher, drei Karikaturenbände, ein Buch zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands (Ökologie), das erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema „Kindersoldaten“ und ein Arbeitsbuch zur Forensischen Psychiatrie, ferner Sachbücher zu seelischen Krisen von Jugendlichen, zum Wesen der Freundschaft, über Geschwisterbeziehungen und über Gewalt an Schulen. Zudem brachte er 2014 ein Buch zum Thema Angst heraus. 2016 erschien Das Depressions-Buch für Pflege- und Gesundheitsberufe bei Hogrefe. Es folgten Das Einsamkeits-Buch (2018) und Seelische Gesundheit von Geflüchteten (2019). 2020 wurde er als Sachverständiger für seelische Gesundheit in die Enquête-Kommission des Landtags NRW berufen. Hax-Schoppenhorst ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Düren und arbeitet hauptberuflich als Pädagoge an der LVR-Klinik in Düren.

Veranstaltet von der EFL Hannover – Lebensberatung im [ka:punkt]

Bibliolog-Online am 21.3.22

“Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.” (Gen 2,18)

Bibliolog ist eine frische und lebendige Methode, in die alten Bibeltexte einzutauchen und sie mit der eigenen Lebensgeschichte zu verweben. Jeder Bibliolog ist in sich abgeschlossen und kann einzeln besucht werden.

Passend zum Schwerpunktthema unseres aktuellen Halbjahresprogramms “Gem-Einsamkeit” haben wir einige biblische Texte ausgewählt, die sich mit verschiedenen Aspekten des Alleinseins, der Einsamkeit, aber auch der Zugehörigkeit und der Verbundenheit befassen. An diesem Nachmittag geht es um die Textstelle der Erschaffung Evas.

Leitung: Gregor Branahl, Dipl.-Theologe und Leiter der Lebensberatung. Eintritt frei.

Aufgrund der Pandemielage findet dieser Bibliolog im Internet auf der Online-Plattform ZOOM statt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 3. Februar an unter . Sie erhalten dann per Mail Ihre Zugangsdaten.

Die nächsten beiden Bibliologe sind am:

  • 2. Mai: “Zwei sind besser als einer allein … und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.” (Koh 4,9.11)
  • 20. Juni: “Wohin du gehst, dahin gehe auch ich!” (Ruth 1,16)

[ka:punkt] beteiligt sich an “Woche gegen Rassismus”

“Die Würde des Menschen ist unantastbar,” heißt es im 1. Artikel des Grundgesetzes. Daran erinnert der internationale Tag gegen Rassismus am 21. März. Das Datum geht zurück auf das “Massaker von Sharpeville” im Jahr 1960, während dem bei Protesten gegen das Apartheidsregime in Südafrika 69 Menschen von der Polizei erschossen wurden. Mit zwei Veranstaltungen beteiligt sich der [ka:punkt] an der internationalen “Woche gegen Rassismus”. Am 14. März um 18:30 Uhr beginnt ein Online-Workshop unter dem Titel “Zur Schau getragen: Symbole & Codes der extremen Rechten und ihr Zusammenhang zu Verschwörungsmythen”. Der Workshop wird von einem Referenten der Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie geleitet und gibt Auskunft über die aktuelle Entwicklungen in der extrem Rechten und verschwörungsideologischen Szene in Deutschland.

Auf Spurensuche geht es bei einem Stadtrundgang mit dem Historischen Seminar der Universität Hannover am 20. März ab 14:00 Uhr. Bis heute noch finden sich Spuren der deutschen Kolonialgeschichte im Stadtbild. So veranschaulichen beispielsweise Straßennamen oder Denkmäler, welche auf Kolonialakteure oder-schauplätze verweisen, wie nachhaltig sich die Kolonialzeit in die lokale Erinnerungskultur eingeschrieben hat.
Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich: Entweder per E-Mail an  oder telefonisch unter 0511 270739-13.

Ehe-, Familien- und Lebensberater*innen begrüßen #outinchurch

Der Bundesverband Katholischer Ehe-, Familien- und Lebensberaterinnen und -berater e.V. solidarisiert sich mit den Initiator*innen von #outinchurch. Mit dieser Aktion haben sich 125 Mitarbeitende in der katholischen Kirche in einer öffentlichen Aktion als queere Menschen gezeigt. In ihrem Manifest fordern sie u.a. eine Korrektur der menschenfeindlichen lehramtlichen Aussagen zu LBGTQ + Personen, sowie die Änderung des Kirchlichen Arbeitsrechtes, damit niemand mehr Diskriminierung oder Kündigung befürchten muss.

Der Bundesvorstand des Verbandes erklärt: “Seit Jahrzehnten beraten und begleiten wir in der EFL-Beratung auch queere Menschen. Wir wissen um die Probleme in den Familien und das Ringen um Anerkennung und Akzeptanz in unserer Gesellschaft und Kirche. Wir begleiten ihre Identitätssuche, erfahren von Unsicherheit und Selbstzweifeln, erlittenen Verletzungen und Trauer, wenn sie z.B. aus ihren Herkunftsfamilien ausgeschlossen werden. Wir erfahren die Verunsicherungen von Eltern, deren Kinder “irgendwie anders” sind, ihren belastenden Schuldgefühle in der Erziehung etwas verkehrt gemacht zu haben. Wir hören von Menschen, die in einer heterosexuellen Beziehung leben und ihre homosexuellen Neigungen nicht länger unterdrücken möchten. Wir teilen die existentiellen Ängste und den Ärger von Betroffenen, kirchlich Angestellten, und, und, und.

Und: Wir begrüßen den kraftvollen Mut, den entschiedenen Glauben und die Liebe der Initiator:innen von #outinchurch. Ihnen gehört unsere Solidarität.
Als Berater:innen im kirchlich-katholischen Kontext sind wir orientiert am christlichen Menschenbild und leben aus der Zusage, dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt. Uns schmerzt und beschämt, wenn Menschen in unserer Kirche wegen ihres So-seins diskriminiert, bedroht, entwertet und verletzt werden. Das muss aufhören!
Als Vorstand unseres BV-EFL haben wir beschlossen die Bewegung “outinchurch” zu unterstützen. Wir fühlen uns ihren Zielen und Forderungen sehr verbunden.