Kategorie: Veranstaltungshinweis

Philosophisches Café am 30. November fällt aus!

Ganz ohne Ironie: Das Philosophische Café am heutigen Mittwochabend musste leider kurzfristig abgesagt werden. Wir bedauern das sehr und hoffen, bald einen Ersatztermin anbieten zu können.

Im Alltag oft genutzt, wird der Ironie sowohl Ablehnung wie auch Bewunderung zu Teil. Wer einen Witz machen möchte, weiß sie auf seiner Seite. Wer sich verhöhnt fühlt, vermutet oft sie als Ursache. Doch nicht nur im Alltag, auch in der Philosophie ist sie kontrovers. Als Stilmittel, Gegenstand der Ablehnung oder gar Lebenseinstellung. Was es dabei zu gewinnen bzw. zu verlieren gibt, soll im Café ebenso diskutiert werden wie die Frage, was das mit der „Ironie des Alltags“ zu tun hat. Die Veranstaltung mit Anne Specht (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover) beginnt am Mittwoch, 30.11.22, um 19:00 Uhr.

Zum Format: Philosophische Fragen sind viel zu wichtig, um sie allein zu behandeln. Das philosophische Café bietet viel Raum, um ins gemeinsame Gespräch und auch ins Diskutieren zu kommen. Dabei geht es um Themen, die im Alltag wie in der Philosophie gleichermaßen bedeutsam sind.

“Die Treppen zum Himmel” – Flora Becker

Bis zum 22. November ist im Forum des [ka:punkt] die Ausstellung “Die Treppen zum Himmel” zu sehen. Flora Becker arbeitet als Pastoralreferentin im Bistum Hildesheim. Schon als Zehnjährige hat sie die Entwicklungstechnik im Fotolabor beherrscht und kannte sich mit Rolleiflex und Zenit aus. Sie wollte Kunstfotografin werden, aber ihre Familie machte sich große Sorgen um die damals verbreiteten falschen Gerüchte, dass jede*r Schüler*in in der Kunstschule Drogen nimmt und Darker*in ist. Deswegen musste sie sich im Gymnasium umentscheiden und wurde durch das Zusammentreffen von unterschiedlichsten Dingen Theologin von Beruf. Trotzdem sind s/w-Fotografie und Worte, am liebsten in einem dynamischen Zusammenhang, ihr liebstes Ausdrucksformat. Sie ist berufstätig in Buxtehude, im Land von Wind, Wasser, Schlamm und Matsch. Dass sie und die hochnördliche Landschaft sich heimlich lieben, wissen alle. Das ist ihre allererste Ausstellung, und sie ist umso dankbarer und stolzer auf den Ka:Punkt, der ihr dieses lebendige Miteinander ermöglicht hat.

Bibliolog zum Feierabend – “Übers Wasser gehen”

Um Vertrauen und Risiko, Wagnis und Sicherheit, geht es am Montag, 21. November, beim Bibliolog nach Feierabend. Eine Stunde zur Ruhe kommen und zusammen mit den anderen in der Gruppe auf “Entdeckungsreise” gehen: Was steht zwischen den Zeilen eines biblischen Textes?

An diesem Nachmittag steht – passend zu unserem Schwerpunktthema Wasser – die biblische Szene, in der Petrus übers Wasser geht, im Mittelpunkt (Mt 14,22-33).

Bibliolog ist eine frische und lebendige Methode, in die alten Bibeltexte einzutauchen und sie mit der eigenen Lebensgeschichte zu verweben. Jeder Bibliolog ist in sich abgeschlossen und kann einzeln besucht werden.
In diesem Halbjahr tauchen wir ein in biblische Wassergeschichten und greifen
damit das aktuelle Schwerpunktthema auf.
Dieser Bibliolog findet vor Ort im Gruppenraum des [ka:punkt] statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis Freitag, 18.11., dazu an, Tel. 0511-270739-35 oder .

Leitung: Gregor Branahl

“Mit allen Wassern gewaschen.” Ein musikalischer Themenabend.

Wasser: Ein Mysterium. Elixier des Lebens, Sehnsuchtsort, Heimat und Wirtschaftsgut – oder brauchen wir es doch nur zum Händewaschen?
Am Freitag, 28. Oktober, beleuchtete das Gesangsduo “Carola und Caspar” mit Texten und Liedern unterschiedlicher Sparten auf spielerische Art die Facetten dieses Wunderelementes und stellte damit einen musikalischen Bezug zu unserem Schwerpunktthema her. Corinna von Kietzell ist Schauspielerin, Mitbegründerin des TuT und der Clownsschule Hannover. Heute ist sie mit Klaus Wössner als musikalisches Duo „Carola und Caspar” zu sehen. Der studierte Musiklehrer Klaus Wössner arbeitet seit 1995 freiberuflich als Musiklehrer an der Glockseeschule Hannover als Dozent für Stimme und Gesang beim TuT und ist als Chorleiter unterschiedlicher Chöre unterwegs. 

“Farbenspiele” anlässlich der Woche der Demenz

Vom 1.-29. September ist im Forum eine Ausstellung anlässlich der Woche der Demenz zu sehen. Die Vernissage findet am Montag, 5. September, um 16:00 Uhr statt. Die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V., Frau Theresia Urbons, wird in die Ausstellung einführen und über das Projekt “Farbenfroh” berichten.

Seit 7 Jahren erleben von Demenz Betroffene und ihre Angehörigen gemeinsam „Kunst als kreative Auszeit“ von der Alltagsbelastung durch die Demenzerkrankung. Die sozialen Kontakte und die Freude am Gestalten geben neue Impulse, stärken vorhandene Fähigkeiten und eröffnen neue Ausdrucksmöglichkeiten.

Angeleitet und individuell unterstützt wird die Gruppe durch die Künstlerin Birgit Frische und ausgebildete ehren­amtliche Helferinnen. Die Gruppe (12 Teilnehmende) trifft sich in 14tägigem Rhythmus im Workshop im Pavillon.

Die Woche(n) der Demenz in der Stadt Hannover und im Umland finden vom 3.-26. September 2022 mit unterschiedlichen Veranstaltungen statt.

Kontakt: 0511 215 74 65 und:
Alzheimer Gesellschaft: 0511 215 74 65 und/oder 0511 7261505

Fête de la Musique – auch im [ka:punkt]

Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, gibt es wieder ein kulturelles Highlight in Hannover, an dem wir als [ka:punkt] wieder beteiligt sind.

Nach zwei Jahren, in denen das kulturelle Leben von Stillstand und Einschränkungen geprägt war, können wir zum ersten Mal seit 2019 eine Fête de la Musique feiern. Jeweils am längsten Tag des Jahres wird dieses Musikfestival in vielen europäischen Städten gefeiert.

An rund 30 Spielorten werden rund 800 Musiker*innen und Bands endlich wieder die hannoversche Innenstadt in Bewegung setzen. An jeder Ecke warten musikalische Überraschungen aller Genres auf die Besucher*innen der Fête de la Musique.

Genau das macht die Fête de la Musique aus: Sie ist ein offenes Fest, das den Austausch herstellt, das Brücken baut. Es wird die großen Momente geben, wenn sich hunderte Menschen vor den Bühnen drängen. Genauso wird es die kleinen, versteckten Momente geben, wenn Musiker*innen auf Tuchfühlung zum Publikum gehen. Alter, Herkunft oder Musikgeschmack, all dies spielt bei der Fête de la Musique keine Rolle.

Auch wir vom [ka:punkt] freuen uns, als Spielort ein Teil dieses großen Festes zu sein. Und diese Künstler treten im [forum] auf:

15:00 Uhr: Valentin Graser
16:00 Uhr: Vencint
17:00 Uhr: Steinberg Trio
18:00 Uhr: A Fox‘s Burrow

Herzliche Willkommen – der Eintritt ist natürlich frei!

Wie ist Jesus weiß geworden? Lesung mit Sarah Vecera

Mein Traum von einer Kirche ohne Rassismus.

Am 1. Juli findet im Forum des [ka:punkt] ein Lesung mit Sarah Vecera statt, in der es um Formen des Rassismus geht, die sich auch in der Kirche finden. 

Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in ihr rassistische Strukturen, die weißen Menschen meistens gar nicht auffallen. Sarah Vecera macht auf diese Strukturen aufmerksam und erklärt, wie jeder und jede etwas dagegen tun kann. So will sie ermutigen, im Sinne des christlichen Glaubens eine Kirche zu gestalten, in der sich jede*r willkommen und angenommen fühlt.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail:  oder telefonisch: 0511 270739-13.
Eintritt auf Spendenbasis.

Sumaya Farhat-Naser: Ein Leben für den Frieden

Perspektiven suchen und Hoffnung schaffen.

Die palästinensische Friedensaktivistin und Autorin Sumaya Farhat-Naser war im [ka:punkt] zu Gast, um über das Leben unter Militärbesatzung und ihre Friedensarbeit sprechen. Die Gäste lauschten gebannt den Schilderungen der Biologieprofessorin und Pädagogin, die sehr lebendig und eindrucksvoll aus ihrem Leben und ihrem Einsatz für Gerrechtigkeit und Verständigung erzählte.
Dabei las sie Abschnitte aus ihrem Buch “Ein Leben für den Frieden”, geriet aber über das Vorlesen immer wieder ins freie Erzählen über, wenn sie über ihre langjährige Erfahrung bei der Vermittlung von Gewaltfreier Kommunikation berichtete. Wie Menschen, v. a. Frauen und Jugendliche, in Seminaren durch individuelle Auseinandersetzung mit Angst und Stress ermutigt werden, ihr Leben – trotz vielfältiger Gewalterfahrung – zu gestalten.
Immer wieder werden dabei gemeinsam Perspektiven gesucht, die Hoffnung
schaffen.

Sumaya Farhat-Naser, geboren 1948 in Birzeit bei Ramallah, im Jahr der israelischen Staatsgründung, wuchs im Westjordanland auf, das seit nunmehr funfundfünfzig Jahren von Israel besetzt gehalten wird.

Die palästinensische Christin besuchte die Internatsschule Talitha Kumi deutscher Diakonissen in Bait Dschala bei Bethlehem. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hamburg Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaften, wobei sie vom Evangelischen Studienwerk Villigst gefördert wurde, und promovierte in angewandter Botanik.

1982 bis 1997 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der palästinensischen Universität Bir Zait. Von 1997 bis 2001 war sie Leiterin des palästinensischen Jerusalem Center for Women, das sich gemeinsam mit der israelischen Gruppierung „Bat Shalom“ für den Frieden engagiert.

Sumaya Farhat-Naser ist bekannt für ihre klaren Meinungsäußerungen gegenüber den Medien und, insbesondere, für ihre verschiedenen Projekte, in denen sie Frauen motiviert, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes herbeizuführen.

Farhat-Naser ist verheiratet und hat drei Kinder.

Sie studierte Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und promovierte in Angewandter Botanik. Ab 1982 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der Universität Birzeit in Palästina. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco.

Seit Jahrzehnten setzt sie sich in Friedensinitiativen und Frauengruppen für Dialog und Gewaltverzicht bei der Lösung des Nahostkonflikts ein. In mittlerweile fünf Büchern und auf zahlreichen Vortragsreisen hat Sumaya Farhat-Naser von ihrer Arbeit und vom Alltag unter Besatzung berichtet.

Ihr Engagement wurde vielfach ausgezeichnet: 1989 erhielt Sumaya Farhat-Naser die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Münster.
1995 wurde sie mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte und 1997 mit dem Evangelischen Buchpreis des Deutschen Verbands Evangelischer Büchereien sowie dem Versöhnungspreis Mount Zion Award in Jerusalem ausgezeichnet. Zudem erhielt sie 2000 den Augsburger Friedenspreis, ihr wurden die Hermann-Kesten-Medaille des P.E.N.-Zentrums Deutschland (2002), der Bremer Solidaritätspreis (2002), der Profaxpreis (2003) und der AMOS-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirchen und Gesellschaft (2011) verliehen. In 2013 wurde die Autobiographie „Thymian und Steine“ als Buch der Stadt Köln ausgezeichnet.

Bücher in deutscher Sprache:

Diese Lesung wird in Zusammenarbeit mit der Palästina-Initiative in der Region Hannover als Einzelveranstaltung im Rahmen der Filistina 2022 veranstaltet.

Dem Leben auf die Spur kommen

Eine Abendreihe zur ignatianischen Spiritualität findet ab Montag, dem 13. Juni, im [ka:punkt] statt.

Die Corona-Pandemie, die drohende Klimakatastrophe, Krieg in der Ukraine… – vielfältige Herausforderungen in unserem Alltag! Finden wir darin uns selbst und Gott?

Die fünfteilige Abendreihe soll helfen, sich miteinander auf Spurensuche begeben, um sich selbst und Gott (neu) zu finden. Dabei sind Grundelemente der ignatianischen Spiritualität, die auf Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuitenordens zurückgeht, leitend.

Persönliche und gemeinschaftliche Gebetsformen, Impulse, Austausch in der Gruppe und Anregungen für den Alltag werden die Gestaltung der Abende prägen.

Themen der Abende:
13.06.2022 Rhythmus – Pause – Atemholen: Tägliche Unterbrechung
20.06.2022 Spurensuche: Gott in meinem Leben
27.06.2022 Gott suchen und finden in allem: Rückblicken auf den Tag
04.07.2022 „Das Brot des Wortes verkosten…“: Anleitung zur Schriftmeditation
11.07.2022 Routenplaner für den Alltag: „Wie geht es jetzt weiter?“

Leitung: Wolfgang Ernst Giese (GCL-Diözesanleitungsteam Hildesheim),
Annette Burchardt (Pastoralreferentin für das Regionaldekanat Hannover)

Die Treffen dauern jeweils von 19:00 – 21:00 Uhr.

Aufgrund von Corona ist die Teilnehmer:innenzahl begrenzt; durchgehende Teilnahme ist gewünscht.

Kosten: 20,00 €; ermäßigt 15,00 €

Informationen und Anmeldungen (bis 02.06.2022): www.kath-kirche-hannover.de/ignatius

Veranstaltet von GCL (Gemeinschaft Christlichen Lebens) und der katholischen Kirche in der Region Hannover.

Quälender Abstand: Einsamkeit

Am Mittwoch, 25.05., findet ab 17.00 Uhr eine Fortbildung für Berater*innen, Angehörige von Gesundheitsberufen, Ehrenamtliche im caritativen und diakonischen Bereich und alle Interessierten zu einem drängenden gesellschaftlichen Thema statt:
Quälender Abstand: Einsamkeit – eine entscheidende Herausforderung
Über Einsamkeit klagen derzeit in Deutschland ungefähr zehn Millionen Menschen.
Einsamkeit ist genauso schädlich wie der Konsum von 15 Zigaretten täglich oder wie Alkoholkonsum. Sie ist schädlicher als fehlende Bewegung. Unumstritten ist, dass sich Einsamkeit als großer Stressor langfristig negativ auf die seelische und
körperliche Gesundheit auswirkt. Die Ursachen für Einsamkeit sind vielfältig:
Armut, Alter, Flucht und Migration, Krankheit, die Organisation der Arbeitswelt und
nicht zuletzt die Corona-Pandemie.
Der Dürener Pädagoge und Sachbuchautor Thomas Hax-Schoppenhorst wird in seinem Fachvortrag mit anschließender Diskussion die Herausforderungen der Einsamkeit an die Gesellschaft und an die psychosoziale Landschaft im Besonderen darstellen und dabei aufzeigen, wie in einem verändernden/bewältigenden Sinne mit diesem Phänomen umgegangen werden kann.
Eingeladen sind besonders auch Mitarbeitende in Beratungsstellen, Ehe-/Familien- und Lebensberater*innen und Angehörige von Gesundheitsberufen.

Eintritt 5,- €
Anmeldung bis zum 20.05.2022
Telefon 0511 270 739-0 oder

Foto: MHA/D. Hax-Schoppenhorst

Thomas Hax-Schoppenhorst ist Sachbuchautor und Pädagoge. Er verfasste drei Kinderbücher, drei Karikaturenbände, ein Buch zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands (Ökologie), das erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema „Kindersoldaten“ und ein Arbeitsbuch zur Forensischen Psychiatrie, ferner Sachbücher zu seelischen Krisen von Jugendlichen, zum Wesen der Freundschaft, über Geschwisterbeziehungen und über Gewalt an Schulen. Zudem brachte er 2014 ein Buch zum Thema Angst heraus. 2016 erschien Das Depressions-Buch für Pflege- und Gesundheitsberufe bei Hogrefe. Es folgten Das Einsamkeits-Buch (2018) und Seelische Gesundheit von Geflüchteten (2019). 2020 wurde er als Sachverständiger für seelische Gesundheit in die Enquête-Kommission des Landtags NRW berufen. Hax-Schoppenhorst ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Düren und arbeitet hauptberuflich als Pädagoge an der LVR-Klinik in Düren.

Veranstaltet von der EFL Hannover – Lebensberatung im [ka:punkt]