Historie

Der [ka:punkt] wurde im November 2000 eröffnet.  

Vorausgegangen war eine intensive Suche nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten für die katholische Kirche. Gewachsen aus der Stadtgeschichte,  gab es keinen katholischen „Ort“ innerhalb der Stadtmauern. Es entstand der Wunsch, einen wirklich offenen katholischen Anlaufpunkt mitten in der Stadt zu finden, der dem Leitgedanken „Auf neue Art Kirche sein“ einen attraktiven Ausdruck verleiht.

Es entstand der Plan, des Ankaufs einer Immobilie in der City um durch Zusammenführung einzelner Beratungsstellen Kosten einzusparen. Die Idee fand großen Anklang, die Umsetzung scheiterte zunächst an verschiedenen Widrigkeiten und am Geld. Ein seit Jahren leerstehendes Gebäude, ein ehemaliges Teppichgeschäft in der Grupenstraße 8, stand zum Verkauf und schien der ideale Ort zu  sein. Die Anmietung der Räume war zu teuer, der Kauf war auch in mehrmaligen Anläufen nicht durchzusetzen beim Bistum.

Doch der damalige Propst blieb am Ball. Er erzählt auch heute noch folgende Begebenheit zum tatsächlichen Gelingen des Projekts:

Der Propst war im Besitz einer größeren Anzahl sog. „Wundertätiger Medaillen“ der Legio Mariens – das Geschenk einer frommen Pilgerin, die ihn auf die Kraft der Fürbitte der Gottesmutter hingewiesen hatte.

In seiner Not wollte der Propst nun wissen, ob der Herr der Kirche dieses Projekt in Hannover haben wollte oder nicht. Vor der großen Eingangstür des ehemaligen Teppichhauses hatte sich hinter einem massiven Rollgitter im Laufe von eineinhalb Jahren viel Straßenmüll angesammelt. Bei einem abendlichen Spaziergang nahm der Propst eine Wundertätige Medaille und warf sie, verbunden mit einem Stoßgebet zur Gottesmutter, hinter das Gitter in den aufgestauten Müllhaufen. „Zeige uns, liebe Gottesmutter, ob Dein Sohn unser Projekt will oder nicht!“

Kurz darauf kam die Wende, die das Projekt ermöglichte: eine Erbschaft brachte einen Teil des notwendigen Geldes zum Kauf und der Caritasverband erkläret sich bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

In kurzer Zeit wurde dann ein Konzept entworfen, dass eine hohe Identifikation mit der Einrichtung, eine gute Atmosphäre und ein synergetisches Arbeiten im Bereich der Beratung hervorbrachte. Ehrenamtlich Mitarbeitende garantierten den Betrieb des Cafés, das eine zentrale Rolle im Konzept spielte. Alle Beratungsstellen arbeiteten in der Beratung im Forum und schufen so auch den Zugang zu den einzelnen Beratungsstellen.

Inzwischen hat sich einiges geändert und die ständige Veränderung und Neuausrichtung ist ja auch Teil des Konzepts. Der [ka:punkt] will für die Menschen in der Stadt da sein, er will katholische Kirche aktuell repräsentieren und lebendig machen.