Unser Schwerpunktthema

Eine Mitarbeiterin sagte mir neulich: „Wissen Sie, was an der Erfahrung der Lock-Downs gut war? Ich habe gemerkt, dass ich die ganzen vielen Verabredungen, Feiern und Events gar nicht brauche. Den Stress muss ich mir in Zukunft nicht mehr antun.“

Der Lock-Down als Erfahrung der Entschleunigung – einige Menschen haben das so beschrieben. Aber es gab auch viele, die den Lock-Down als Schritt in die Einsamkeit erlebt haben. Abgeschnitten von menschlicher Kommunikation, ausgegrenzt aus dem alltäglichen Leben. Keine positive Entlastung, sondern eine seelische Belastung.

Was macht den Unterschied? Wir möchten uns dem Thema Alleinsein, Einsamkeit, Gemeinsamkeit aus verschiedenen Richtungen nähern. Gegen die Einsamkeit haben wir unterschiedliche Informationsveranstaltungen: Was kann der kommunale Seniorendienst der Stadt Hannover an Unterstützung (z.B. beim Thema Digitalisierung) leisten? Was bieten Freizeitclubs an?

Andererseits gibt es auch heute Menschen, die die Einsamkeit suchen und zu Eremiten werden.
„Was macht Einsamkeit erstrebenswert?“, fragen wir die Journalistin Dr. Ebba Hagenberg-Miliu. Sie hat sich mit der ausdrücklich gewählten Einsamkeit von Menschen auseinandergesetzt und erzählt uns von Motiven und Erfahrungen der Eremiten in heutiger Zeit. Was genau ist eigentlich Einsamkeit und wie unterscheidet sie sich vom „Alleinsein“? Das fragen wir den Pädagogen Thomas Hax-Schoppenhorst.

Und natürlich tun wir auch etwas für Gemeinsamkeit: Wir laden zur biblischen Weinprobe und zu Kabarett mit Matthias Brodowy ein, zu Kaffee und Kuchen an Fronleichnam und zu Musik bei der Fête de la Musique. Aber auch unsere “Dauerbrenner” sind dabei: Kinoabende, Fahrradtouren, Bibliolge und andere. Sie sehen, es ist wieder ein buntes Programm und wir hoffen, dass etwas für Sie dabei ist. Schauen Sie in unseren Veranstaltungskalender!

Auf jeden Fall freuen wir uns, wenn wir Sie bei uns im [ka:punkt] begrüßen dürfen!

Jutta Johannwerner